Ironman 70.3 St. Croix 2009



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Ironman 70.3 St. Croix, US Virgin Island, Karibik

Finishtime: 5:34:09
Gesamtrang: 36.
AK W35: 3. Rang Qualifiziert für die Ironman WM 70.3 Clearwater Beach / Florida


Splitzeiten
2km swim: 0:36:50 (ohne Neopren)
90km bike: 3:07:57 (inkl. Wechselzeit T1)
21,1km run: 1:49:22 (ink. Wechselzeit T2)

Eigentlich habe ich nicht geglaubt, dass es ein schwereres Rennen als Monaco auf der 70.3 Ironmanserie geben kann. Aber gestern musste ich wiedermal die Erfahrung machen, dass es immer wieder etwas Besseres, Schnelleres oder Schwereres geben kann.
Wenn bei einem Halbironman weit über 2.000 Höhenmeter zu bewältigen sind (zum Vergleich, der IM Klagenfurt hat 1.900 Höhenmeter) dann sagt das wohl schon alles. Die kleine Karibikinsel St. Croix hat es in sich!

Das Wetter an diesem Renntag war wie von mir bestellt. Keine Wolke trübte den Himmel und der Wind zeigte sich zu Beginn mässig und entfaltete sein Können als es gegen ihn ging.

Der Schwimmstart war relaxt wie schon lange nicht mehr. Keine Berührungen mit anderen Mitstreitern und keine unfairen oder hirnlose Attacken wie tauchen oder ziehen. Das ist wohl ein Vorteil eines Wellenstarts, auch wenn ich diesem sonst nichts gutes abgewinnen kann.

Am Rad gings dann gleich richtig zur Sache. Erst mal die kleine Runde nach Westen über 14 Kilometer bevor es hinaus zum `Beast´ ging. `The Beast´ machte bei drückender Hitze seinem Namen wirklich alle Ehre. Ich war erschrocken, wie viele Teilnehmer ihr Rad `the Beast´ hinaufschoben. Einer fiel vor mir um wie ein Stück Holz, da hat die Trittfrequenz nicht mehr ausgereicht um das Rad am Laufen zu halten. Für mich war `the Beast´ aber kein Problem, lag doch meine Zeit hinauf um ca. 1,5 Minuten besser als im Training. Richtig schwer wurde es dann auf der Autobahn und entlang des Southshore gegen den Wind und ich hatte die ganzen 90 Kilometer keinen der mir eine Verschnaufpause gegönnt hätte, also keinen Windschatten! Das war hier wirklich Schwerstarbeit, immer drücken und das bei glühender Hitze und starken Gegenwind. Das das nicht ohne Folgen bleiben konnte, stellte sich auch bald heraus, als mich am Ende der Radstrecke schon Krämpfe plagten. Für diese Hitze hatte ich wohl ein bisschen zu wenig getrunken...

Beim Laufen sollten sich diese dann noch verstärken, aber ich wusste, wenn ich anfange zu gehen, dann komm ich nicht mehr ins Laufen. Also Zähne zusammenbeissen und weiterlaufen, weiterlaufen, weiterlaufen…
Die Laufstrecke hatte so viele giftige Anstiege in sich, dass ich dachte ich sei bei einem Bergrennen. Dazu kam auch noch, dass Aufgrund der späten Startzeit an den Labestellen das Eis wieder zu Wasser wurde, kaltes schon warm war und auf den letzten Kilometer wichtige Flüssigkeiten wie Cola ect. leider nicht mehr verfügbar waren.

Das dabei aber die beste Laufzeit (gleiche Zeit wie die Siegerin) in meiner Agegroup herauskam hat mich wirklich überrascht und gezeigt, dass mein Weg für Frankfurt passt.

Den 3. Platz als Belohnung für die harte Arbeit an diesem Tag habe ich anfangs gar nicht glauben können, da ich dachte, ich würde um Platz 6 liegen und Pebe Hermann es schlicht vergessen hatte es mir auf der letzten Laufrunde zu sagen, na ja kann mal passieren in der Hitze des Gefechts...

Neben einer wunderschönen Finisher Medaille aus Holz gab es dann bei der Award Ceremonie eine handgefertigte Glasskulptur von der hier lebenden Künstlerin Jan Mitchell und als Krönung an diesem Tag den Slot für die Ironman 70.3 Weltweisterschaft in Clearwater im November.

Gratulation natürlich auch an die Erst- und Zweitplatzierte meiner Agegroup:
1. Glendinnig Karen (GBR) 5:30:52
2. Moore Kristin (USA) 5:33:51
3. DoKo (AUT) 5:34:09

Vielen lieben Dank an die Crucians die entlang der Strecke für ordentlich Stimmung gesorgt haben und den Bewerb zu einem richtigen Highlight machten!

Sonnige Grüsse von der kleinen Karibikinsel St. Croix


Eure DoKo